Aktuelles Heft
Neues Video von meinwaldmeinholz und "Der Bayerische Waldbesitzer":
Trommelsäge - sicher und schnell
Waldumbau und Sturm – Lehren aus einem Praxisbeispiel
Sturmschäden führen schnell zu der Frage, ob Durchforstung, Rückegassen oder Bestandesöffnungen den Wald zusätzlich anfällig gemacht haben. Der Beitrag zeigt anhand eines konkreten Fichtenbestandes, warum sich diese Frage nicht mit Ja oder Nein beantworten lässt. Standort, Boden, Baumart, Bestandesalter, Eingriffsstärke und Extremwetter wirken zusammen. Besonders wichtig ist die sensible Übergangsphase beim Waldumbau. Waldbesitzer erfahren, warum Mischbestände langfristig stabiler sein können und weshalb Maßnahmen immer an den jeweiligen Bestand angepasst werden müssen.
Waldkiefer – zwischen Genügsamkeit und neuen Herausforderungen
Die Waldkiefer gilt als genügsam, trockenheitstolerant und vielseitig – doch auch sie stößt im Klimawandel zunehmend an Grenzen. Der Beitrag erklärt, auf welchen Standorten die Kiefer ihre Stärken ausspielt und worauf es bei Naturverjüngung, Jungbestandspflege und Durchforstung ankommt. Zu frühe oder zu starke Eingriffe können Schaftqualität und Stabilität beeinträchtigen. Gleichzeitig erhöhen Trockenstress, Borkenkäfer und Pilzerkrankungen den Druck. Praktisch für alle, die Kiefer erhalten, pflegen oder sinnvoll in stabile Mischbestände integrieren möchten.
Mit Herbstaufforstung Kulturerfolg steigern
Wer im Herbst pflanzt, kann jungen Bäumen einen wichtigen Startvorteil verschaffen. Der Beitrag zeigt, warum Forstpflanzen bei ausreichend warmem Boden noch neue Feinwurzeln bilden und die Winterfeuchtigkeit für den Austrieb im Frühjahr nutzen können. Erklärt werden die Unterschiede zwischen wurzelnackten Pflanzen und Containerpflanzen, ihre jeweiligen Vorteile und typische Fehlerquellen. Entscheidend bleiben Pflanzenqualität, passende Herkunft, Standort und fachgerechte Pflanzung. Eine praktische Entscheidungshilfe für alle, die Aufforstungen sicherer planen wollen.
Frage & Antwort
In der Rubrik werden zwei typische Fragen aus der Waldbesitzerpraxis beantwortet. Zunächst geht es um die Naturverjüngung der Douglasie: Warum Licht, Keimbett, Mastjahre und Wildverbiss darüber entscheiden, ob sie gelingt. Danach steht die Grundstücksgrenze im Mittelpunkt. Alte Grenzgräben und Grenzbäume sind nicht automatisch die rechtlich gültige Grenze, sollten aber keinesfalls leichtfertig verändert oder entfernt werden. Die Antworten geben konkrete Hinweise, wie Waldbesitzer waldbaulich sinnvoll vorgehen und unnötige Grenzstreitigkeiten vermeiden können.
Neue Rahmenvereinbarung für die Werksvermessung
Wie wird Stammholz künftig im Werk vermessen – und worauf müssen Waldbesitzer beim Holzverkauf achten? Der Beitrag erklärt die wichtigsten Änderungen der RVWV 2026. Für die Volumenermittlung ist nun der Durchmesser in der physikalischen Stammmitte maßgeblich. Damit gewinnt auch das korrekt ausgehaltene Übermaß an Bedeutung, während der Mittendurchmesser weiterhin für qualitative Einstufungen genutzt wird. Neue Vorgaben für Messprotokolle sorgen für mehr Nachvollziehbarkeit. Wichtig: Im Holzkaufvertrag muss eindeutig stehen, ob nach RVWV 2005 oder 2026 vermessen wird.
Aus dem Bayerischen Waldbesitzerverband:
Walderhalt als oberste Maxime - Kehrtwende in der Waldpolitik gefordert
Wie muss sich Waldpolitik verändern, damit Waldbesitzer ihre Wälder auch künftig aktiv bewirtschaften und klimastabil entwickeln können? Der Bayerische Waldbesitzerverband und die Forstkammer Baden-Württemberg fordern eine grundlegende Neujustierung auf nationaler und europäischer Ebene. Im Mittelpunkt stehen Walderhalt und Waldumbau, weniger Bürokratie, praxistaugliche Regeln und eine Stärkung der Entscheidungskompetenz vor Ort. Gleichzeitig soll die holzbasierte Bioökonomie stärker genutzt werden. Der Beitrag zeigt, welche politischen Änderungen die Verbände jetzt für notwendig halten.
Neuregelung der Geschäftsführung des Bayerischen Waldbesitzerverbandes e. V.
Beim Bayerischen Waldbesitzerverband ist die Geschäftsführung neu aufgestellt. Seit 1. Juli 2026 führt Christian Kaul, langjähriger Mitarbeiter des Verbandes, die Geschäfte. Der Forstwissenschaftler bringt Erfahrung aus Verbandsarbeit, Zertifizierung und Lehre mit. Erstmals wurde zudem eine stellvertretende Geschäftsführung eingerichtet: Barbara Weindler übernimmt diese Funktion zusätzlich zu ihren bisherigen Fachbereichen. Der Beitrag stellt die neue Führungsstruktur vor und zeigt, wie der Verband fachliche Kontinuität und eine praxisnahe Interessenvertretung der Waldbesitzer sichern will.
Jagdrechtsnovelle in Bayern
Mit Beginn des neuen Jagdjahres gelten in Bayern wichtige Änderungen im Jagdrecht. Für Waldbesitzer besonders relevant: Unter bestimmten Voraussetzungen kann bei der Rehwildbejagung künftig auf behördliche Abschusspläne verzichtet werden. Dafür sind unter anderem ein jährlicher Waldbegang und ein Jagdkonzept vorgesehen. Auch Jagdzeiten, Wildtierrettung sowie die jagdrechtliche Einordnung von Freiflächen-Photovoltaikanlagen wurden neu geregelt. Der Beitrag erklärt die wichtigsten Änderungen und zeigt, welche neuen Handlungsspielräume und welche Verantwortung damit vor Ort entstehen.
Bioenergie-Petition und PEFC-Standardrevision
Auf der Verbandsseite stehen zwei aktuelle Beteiligungsmöglichkeiten im Mittelpunkt. Die Petition „Ohne Bioenergie verliert das Land“ zeigt, welche Bedeutung heimische Bioenergie für Versorgungssicherheit, Klimaschutz, Arbeitsplätze und regionale Wertschöpfung hat und kann bis 18. Dezember 2026 unterstützt werden. Gleichzeitig werden die PEFC-Standards für nachhaltige Waldbewirtschaftung überarbeitet. Bis 13. September 2026 können Waldbesitzer ihre Praxiserfahrungen in die öffentliche Konsultation einbringen. Der Beitrag erklärt, warum beide Initiativen den ländlichen Raum und die tägliche Waldbewirtschaftung unmittelbar betreffen.
Waldumbau und moderne Bejagung mit dem Klettersitz
Klimafitte Mischwälder können sich nur entwickeln, wenn junge Tannen, Eichen, Ahorne und andere Zukunftsbaumarten nicht ständig verbissen werden. Der Beitrag zeigt, warum Waldumbau und Jagd eng zusammengehören und welche Vorteile mobile Klettersitze dabei bieten. Sie lassen sich dort einsetzen, wo Verjüngungsflächen, Sturmflächen oder wechselnde Wildbewegungen rasch neue Bejagungsschwerpunkte schaffen. Gleichzeitig geht es um sichere Anwendung, geeignete Bäume und Absturzsicherung. Praxisnah für Waldbesitzer und Jäger, die Wildschäden gezielt reduzieren wollen.
Holzmarkt – ruhiger Marktverlauf
Der Rundholzmarkt verläuft derzeit vergleichsweise ruhig, doch für Waldbesitzer lohnt der genaue Blick auf die einzelnen Sortimente. Der Beitrag ordnet Frischholzeinschlag, Käferholzanfall, Nachfrage und Preisentwicklung in Deutschland und Österreich ein. Fichtenrundholz zeigt sich überwiegend stabil, Lärche bleibt gefragt, während sich Industrie- und Energieholz je nach Region unterschiedlich entwickeln. Gleichzeitig bleibt die Kontrolle gefährdeter Bestände wichtig. Ein kompakter Marktüberblick für alle, die Einschlag, Lagerung und Holzverkauf in den kommenden Monaten planen.
Natura 2000 im Wald: Was gilt heute, was kommt morgen?
Natura 2000 sorgt bei vielen Waldbesitzern für Unsicherheit – besonders im Zusammenhang mit der europäischen Wiederherstellungsverordnung. Der Beitrag erklärt verständlich, was FFH-Gebiete tatsächlich bedeuten, welche Arten und Lebensraumtypen geschützt sind und welche Rolle Managementpläne spielen. Wichtig: Ein FFH-Gebiet bedeutet nicht automatisch Nutzungsverbot oder Stilllegung. Entscheidend ist das Verschlechterungsverbot. Der Text zeigt außerdem, welche Fragen Waldbesitzer für die eigene Fläche klären sollten und warum die künftige Umsetzung der WVO aufmerksam verfolgt werden muss.
SVLFG-Sicherheitstipps
Bei der Waldarbeit entscheiden oft kleine Details darüber, ob eine Situation sicher bleibt. Die Sicherheitstipps zeigen anhand konkreter Praxisfälle, wie Fingerquetschungen an Seilwinden vermieden und aufgehängte Bäume mit Winden kontrolliert zu Boden gebracht werden. Weitere Beiträge erklären, warum rechtzeitige Jungbestandspflege auch Unfallrisiken senkt, welche lebenswichtige Funktion die Bruchleiste beim Fällen hat und wie Nistkästen ohne Leiter gereinigt werden können. Eine kompakte Sammlung für alle, die im Wald praktisch arbeiten und typische Unfallquellen besser erkennen wollen.
Vor der Fällung braucht es eine präzise Baumansprache
Erst denken, dann schneiden: Vor jeder Fällung muss klar sein, wie sich Baum, Gelände und Umgebung auf den Arbeitsablauf auswirken. Der Beitrag zeigt Schritt für Schritt, worauf bei der Baumansprache zu achten ist – von Neigung und Kronenform über Totholz, Fäulen und Nachbarbäume bis zu Hanglage, Wetter und möglichen Hindernissen. Daraus ergeben sich Fällrichtung, Fälltechnik und notwendige Hilfsmittel. Besonders wichtig ist die ehrliche Einschätzung des eigenen Könnens. Ein praxisnaher Sicherheitsbeitrag, der helfen kann, schwere Unfälle zu vermeiden.
Mistelbefall im Wald – und jetzt?
Die Mistel breitet sich in Kiefern- und Tannenbeständen zunehmend aus und kann Trockenstress zusätzlich verschärfen. Der Beitrag erklärt, wie der Halbschmarotzer seinem Wirtsbaum Wasser und Nährstoffe entzieht, welche Vitalitäts- und Zuwachsverluste entstehen und warum geschwächte Bäume anfälliger für weitere Schädlinge werden. Entscheidend ist der Befallsgrad: Bei einzelnen Mistelbäumen kann frühe Entnahme sinnvoll sein, bei starkem Flächenbefall rücken Verjüngung und Waldumbau in den Mittelpunkt. Praktisch für alle, die Mistelbefall rechtzeitig erkennen und richtig einordnen wollen.
Verjüngungspotential mittels aussagekräftiger Karte sichtbar machen
In fichtendominierten Wäldern steckt oft deutlich mehr Naturverjüngungspotential, als man auf den ersten Blick vermutet. Der Beitrag zeigt, wie luftbildbasierte Baumartenkarten und die Standorte einzelner Samenbäume sichtbar machen können, wo sich Eiche, Buche und andere Baumarten natürlich verjüngen könnten. Daraus ergeben sich praktische Ansätze für Jagdgenossenschaften, Abschussplanung, Vegetationsgutachten und Wildschadensfragen. Gleichzeitig wird auf die begrenzte Genauigkeit digitaler Modelle hingewiesen. Ein spannender Ansatz, um die Wald-Wild-Diskussion sachlicher zu führen.
Verkehrssicherung neu gedacht
Wer Wald an Wegen, Straßen oder anderer Infrastruktur besitzt, muss Baumkontrollen nicht nur durchführen, sondern im Zweifel auch nachvollziehbar belegen können. Der Beitrag zeigt am Beispiel der palos-App, wie Baumzustand, Schäden, Maßnahmen und Kontrollwege direkt im Gelände per Smartphone erfasst werden. Die Daten werden zentral und nach Abschluss unveränderbar gespeichert, wodurch eine belastbare Nachweiskette entsteht. Besonders für kleinere Betriebe interessant: weniger Zettelwirtschaft und Büroarbeit bei gleichzeitig besserer Dokumentation. Der Text zeigt Chancen und Kosten der digitalen Lösung.
Feuchtbiotope im Wald – wichtiger denn je
Trockenheit und hohe Temperaturen setzen vielen Tier- und Pflanzenarten zu. Feuchtbiotope können Wasser über lange Zeit speichern und wertvolle Rückzugsräume schaffen. Der Beitrag zeigt anhand umfangreicher Praxiserfahrung, welche Standorte sich eignen, worauf beim Aushub zu achten ist und wie flache Ufer, unterschiedliche Wassertiefen und sonnige Bereiche den Nutzen erhöhen. Besonders wirksam ist ein Netz mehrerer Biotope statt eines einzelnen perfekten Tümpels. Auch Kosten, Bauzeitpunkt, rechtlicher Rahmen und kleinere Maßnahmen zum Wasserrückhalt werden behandelt.
Herbst – die perfekte Zeit für Wild
Wildbret passt besonders gut in die Herbstküche – und Rehrücken lässt sich weit vielseitiger zubereiten, als viele denken. Der Beitrag zeigt drei Gerichte vom edlen Hauptgang bis zur kräftigen Suppe: Rehrücken mit Weichselsoße und Kräuternudeln, klare Wildsuppe mit Kräuter-Butternockerl sowie Rehrückenfilets mit Kastanien-Schokoladensoße und Preiselbeer-Rahmpolenta. Die Rezepte erklären Zubereitung, Garzeiten und passende Beilagen Schritt für Schritt. Ideal für Jäger, Waldbesitzer und alle, die hochwertiges Wildbret genussvoll verwerten möchten.
Waldemars Waldmärchen: Der grausame Riese vom Fichtenwald
Im Fichtenwald von Marmorhausen lebt ein fleißiges Zwergenvolk unter dem Schutz von Prinz Immergrün. Doch eines Tages taucht der grausame Riese Fichtenfresser auf, reißt Bäume aus und bedroht den ganzen Wald. Die Zwerge schmieden einen Plan – doch erst mit Hilfe des Prinzen und einer besonderen Idee der Fichten kann der Riese gestoppt werden. Auf der Kinderseite gibt es dazu Waldwissen, einen Faktencheck, eine Spielecke und ein Rätsel rund um Fichte und Borkenkäfer. Eine spannende Geschichte für junge Waldentdeckerinnen und Waldentdecker.


